Richard Grenell hat kein Gesetz gebrochen, weil er der ultrarechten US-Website Breitbart ein Interview gab. Es ist auch zweifelhaft, ob der US-Botschafter in Berlin gegen Artikel 41 des Wiener Übereinkommens über diplomatische Beziehungen verstoßen hat. Darin heißt es zwar, ein Botschafter sei verpflichtet, sich nicht in die inneren Angelegenheiten jenes Staates einzumischen, in den er entsandt ist.

Doch dass sein Aufruf zur Stärkung oder Ermächtigung (je nach Übersetzung des Verbs „to empower“ aus dem Amerikanischen) konservativer und populistischer Kräfte in Europa ein hinreichender Grund ist, um nach Hause geschickt zu werden, darauf sollte niemand hoffen. Artikel 41 ist hinreichend schwammig und lässt viel Raum für Interpretationen.

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