New York - Die Nachricht kam vom Band-Boss selbst: Es täte ihm unendlich leid für die Fans, aber er müsse die geplante Amerika-Tour absagen, twitterte Mick Jagger am Wochenende. Den Grund für diese Entscheidung behielt Jagger für sich, aber dass er triftig sein muss, ist auch Menschen bewusst, die keine Fans der immer noch größten und erfolgreichsten Rockband der Welt sind.

Herz-OP von Mick Jagger in New York

Die Rolling Stones sagen keine Tour ab und wenn dann hätte man die gesundheitlichen Probleme wohl eher bei anderen Bandmitgliedern vermutet und nicht bei Jagger, dem vermeintlich fittesten Senior des Rocks.

Kurz darauf wurde bekannt, dass der 75-Jährige sich einer Operation am Herzen unterziehen muss und die Ärzte ihm von der Tour abgeraten hätten. Dass es das Herz sei, hatte zuerst die rechte Plattform „Drudge Report“ vermeldet. Der „Rolling Stone“ ergänzte eifrig, es sei eine Herzklappe, die bei Jagger ersetzt werden müsse. Das Ganze soll an diesem Freitag in New York passieren, was ein interessantes Schlaglicht auf das britische Gesundheitssystem wirft, immerhin ist Mick Jagger Engländer.

OP von Mick Jagger: Rekonstruktion der Herzklappe oder Austausch mit einer künstlichen Variante 

Wer Jagger, Vater von mindestens acht Kindern, in New York auf dem OP-Tisch haben wird, ist bislang nicht bekannt. Wohl aber, was die gesundheitlichen Aspekte des Eingriffs anbelangt. Der amerikanische Herzchirurg und Fernsehmoderator Mehmet Oz erläuterte via Twitter, wo er mit vier Millionen Followern doppelt so viele wie Jagger hat, was den Stones-Boss im Hospital erwartet: Eine Rekonstruktion der Klappe oder der Austausch mit einer künstlichen Variante.

In Jaggers Alter hätten rund zehn Prozent „Probleme mit ihrer Aorten-Herzklappe, die zu Brustschmerzen und Schwindel führen“ könnten. „Etwa 50 Prozent der Menschen, die die Probleme haben, sterben innerhalb von ein paar Jahren, wenn sie nicht operiert werden“, erläuterte der Fernseharzt die Dringlichkeit des Eingriffs. Unverwüstlich scheint wie immer Keith Richards, der prompt twitterte, dass er immer für Mick Jagger da sei. Ein seltenes Bekenntnis.