Bergisch Gladbach - Politiker wie Wolfgang Bosbach sind selten geworden in Deutschland. Seit 44 Jahren ist er in der CDU, seit 22 Jahren im Bundestag. Neun Jahre war er dort stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Man kann ihn nachts um 2 Uhr wecken und eigentlich zu jedem Thema eine Frage stellen. Er gibt eine Antwort darauf. Der 64-Jährige ist präsent. Und er ist unbequem. Doch jetzt hat Bosbach angekündigt, sich zum Ende der Wahlperiode im Herbst 2017 aus der Politik zurückzuziehen.

Der schlagfertige Mann aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis vor den Toren Kölns geht nicht ohne Bitterkeit. Er habe in den vergangenen Monaten gemerkt, wie schnell man in die rechte Ecke gestellt wird, wenn man nur auf nüchterne Tatsachen hinweise. „Das möchte ich nicht mehr“, sagte Bosbach am Dienstag im WDR-Radio. Gemeint ist damit vor allem seine Kritik an der Flüchtlingspolitik von Parteichefin und Kanzlerin Angela Merkel.

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