Playa de Palma - Wenn man sich nicht umdreht und auf das Wasser hinausschaut, könnte man fast meinen, es sei alles wie früher. Die Menschen sitzen an diesem warmen Abend am Strand, blicken auf die Sonne, die sich am anderen Ende der Bucht von Palma für diesen Tag verabschiedet. Nur wer den Blick vom Meer abwendet, merkt, dass alles anders ist. Viele der Geschäfte, Hotels und Lokale in dieser künstlichen Urlaubsstadt namens Playa de Palma sind seit Herbst 2019 geschlossen. Heruntergerissene Markisen, vergilbte Speisekarten an Restaurantfassaden, staubige Fensterscheiben, wo früher einmal die Party tobte.

Während sich in den letzten Tagen im Zentrum vom Mallorcas Hauptstadt Palma die Caféterrassen wieder füllen und in den Straßen ein Anflug von Leben und Leichtigkeit herrscht, wirkt so mancher Platz in Playa de Palma wie das Szenenbild für eine Zombie-Apokalypse. In Zahlen ausgedrückt sind hier seit Anfang April gerade mal 21 Hotels mit rund 7000 Gästebetten geöffnet – keine 20 Prozent der vorhandenen Kapazität. Auf der ganzen Insel stehen den Urlaubern über Ostern 93 Hotels zur Verfügung, das sind nur elf Prozent der Gasthäuser.

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