Der Wirbel um die umstrittene Rockband Frei.Wild und ihr Ausschluss von der jüngsten Echo-Preisverleihung zeigt: Die Frage, ab wann ein Liedtext rechtsradikal ist, ist umstritten - und sie erregt die Gemüter. Die Südtiroler Frei.Wild seien zwar keine offen faschistische Nazi-Band, sagt der Musikwissenschaftler Thorsten Hindrichs von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Aber die Gruppe stehe für massentauglichen, latent völkischen Nationalismus. Frei.Wild distanziert sich nach eigenen Angaben von jeder Form des politischen Extremismus.

Hindrichs hat am musikwissenschaftlichen Institut das Projekt „Musik und Jugendkulturen“ auf den Weg gebracht. Ein Aspekt: Rechtsrock. „Die Anziehungskraft dieser Gruppen funktioniert über Schwarz-Weiß-Denken und die einfachen Erklärungsmodelle „unten-gegen-oben““, sagt der Wissenschaftler. Die Blut- und Heimatideologie in ihren Texten rechtfertigten die Bands meist mit Argumenten wie „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.