Berlin - Öffentlich-rechtlicher Rundfunk ist teuer. Er kostet uns jährlich 8 Milliarden Euro. Eine Summe, die von allen Haushalten eingezogen wird, nur soziale und gesundheitliche Härtefälle sind befreit. Über die Höhe des Beitrags entscheidet eine Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs, genannt KEF, die den Anstalten auf die Finger schaut, ob sie Reform- und Optimierungsüberlegungen nachkommen. Die Empfehlungen der KEF werden den 16 Landesparlamenten zur Abstimmung zugeleitet. Jeder Wunsch nach einer Steigerung der Bürgerabgabe gerät folgerichtig in die Kritik der Abgeordneten, spürbare kostensenkende Reformen habe es noch nicht gegeben.

Die Anstalten verteidigen sich: Der lineare Betrieb von 20 TV- und 70 Hörfunksendern wird von einer Online-Offensive begleitet, die vor allem jüngere Hörer und Zuschauer zurückholen soll, die durch das weltweite Web-Angebot an festen Programmzeiten längst kein Interesse mehr haben. Die Herausforderung bestehe darin, Doppelstrukturen zu vermeiden, lineare und non-lineare Angebote durch gemeinsame Programm- und Personalplanung zusammenführen, statt den Apparat weiter aufzublähen.

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