BerlinNeulich in der Ringbahn: Die Menschen drängen sich dicht an dicht, einer sitzt da mit breiten Beinen und Bier in der Hand, dafür ohne Maske, und dann steigt eine Gruppe Straßenmusiker ein, die singt und auf Blasinstrumenten spielt. Wenn Politiker Ringbahn fahren würden, gäbe es womöglich längst einen harten Lockdown. Weil sie sehen würden, wie wenig nachvollziehbar die aktuellen Maßnahmen sind: volle Bahnen und Shoppingcenter hier, und die Kulturstätten mit ihren Hygienekonzepte oder Freizeitsportler im Park dort.

Gut, der exponentielle Anstieg der Infektionen ist gestoppt worden. Aber die Zahlen sinken nicht, in manchen Ländern sind sie dunkelrot, siehe Sachsen, am Donnerstag gab es bundesweit einen neuen Rekord. Anfang der Woche hörte man die ersten Rufe, jetzt ist es ein ganzer Chor: Wir brauchen einen harten Lockdown. 

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