Sie ist eine berühmte Fernsehköchin, eine erfolgreiche Geschäftsfrau, sie leitet eine Stiftung, und jetzt will Sarah Wiener, 56, auch noch in die Politik einsteigen: Die Grünen in Österreich haben sie für die Wahl zum Europaparlament nominiert. Ein langer Weg, seitdem sie im Restaurant ihres Vaters, des Künstlers und Agent Provocateurs Oswald „Ossi“ Wiener, die Kartoffeln schälte. Heute lebt sie zwischen ihrem Gut Kerkow in der Uckermark und Berlin, betreut mal ihren Hof auf dem Land, mal ihre Restaurants in der Stadt. In einem ihrer Restaurants, am Hamburger Bahnhof in Berlin, treffen wir sie zum Gespräch, das allerdings sogleich unterbrochen wird, als ein Fuchs am Fenster vorbeiläuft. Obwohl die Zeit knapp ist, zieht das Tier ihre ganze Aufmerksamkeit auf sich. Was macht ein Fuchs vor ihrem Restaurant? „Sehr jugendlich schaut er nicht aus“, sinniert sie, „eher wie ein armer Rentner, der sich abgemagert durch den Müll schnorren muss. Ich hoffe für ihn und für uns, dass er keine Tollwut hat.“ Woraufhin wir meinen, Tollwut sei keine aktuelle Gefahr. „Wir sind hier eher Zeugen der Urbanisierung der Wildtiere: Waschbär, Wildschwein, Fuchs.“ Apropos urbanes Leben …

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