„Say Her Name“:Menschen protestieren erneut zum Iran

In Berlin sind am Samstag erneut Demonstranten für Veränderungen im Iran auf die Straße gegangen. Am Brandenburger Tor kamen am Samstagnachmittag nach Schätz...

«Say Her Name #Mahsa Amini» steht bei einer Demonstration für Solidarität mit den Protestierenden im Iran am Brandenburger Tor auf einem Schild.
«Say Her Name #Mahsa Amini» steht bei einer Demonstration für Solidarität mit den Protestierenden im Iran am Brandenburger Tor auf einem Schild.Christoph Soeder/dpa

Berlin-In Berlin sind am Samstag erneut Demonstranten für Veränderungen im Iran auf die Straße gegangen. Am Brandenburger Tor kamen am Samstagnachmittag nach Schätzung der Polizei rund 200 Menschen zusammen. Der Protestzug war angemeldet mit dem Titel „Verurteilung des Kindesmords und eindeutige Verletzung der Menschenrechte im Iran durch die Islamische Republik und Zensur der Zahl der Todesopfer durch die Medien“.

Auch am Werderschen Markt in der Nähe des Auswärtigen Amts demonstrierten Menschen. Die Polizei sprach am Nachmittag von rund 450 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Der Protest war angemeldet mit dem Titel „Solidarität mit den Mitarbeitern der medizinischen Einrichtungen sowie die Patientenrechtsverletzungen durch die Sittenpolizei der Islamischen Regierung in Iran“.

Beide Demonstrationen verliefen nach Einschätzung einer Polizeisprecherin am Nachmittag störungsfrei. Angemeldet gewesen waren die Aktionen mit jeweils 1000 und 1500 Personen.

Im Iran gab es in den vergangenen Wochen immer wieder Proteste gegen den autoritären Kurs der Regierung. Auslöser war der Tod der 22-jährigen Mahsa Amini. Die Polizei hatte sie festgenommen, weil sie angeblich ihr Kopftuch nicht vorschriftsmäßig trug. Sie starb am 16. September. Am Brandenburger Tor hielt jemand ein Schild mit der Aufschrift „Say Her Name #MahsaAmini“.

In der Stadt waren am Samstag verschiedene Demonstrationen zu verschiedenen Themen angemeldet, darunter ein Protest mit dem Titel „Frieden jetzt!“. Dort kamen nach Angaben der Polizei vom Samstagnachmittag rund 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zusammen. Ursprünglich waren 1000 angemeldet worden. Nach Angaben der Polizei vom Nachmittag verlief der Protest ebenfalls störungsfrei.