In einer gemeinsamen Erklärung der Anwälte von Tom Cruise und Katie Holmes heißt es, die Einigung sei „im besten Interesse unserer Tochter Suri“ erreicht worden. „Wir wollen unsere Familien-Angelegenheiten privat halten und respektieren unsere Verpflichtungen gegenüber unseren jeweiligen Glaubensüberzeugungen“, erklärten die beiden Schauspieler der Öffentlichkeit. Die Sechsjährige wird in der Obhut ihrer Mutter bleiben, die bereits in der Vergangenheit die Hauptrolle bei der Erziehung spielte. Der in dritter Ehe geschiedene Star darf Zeit mit Suri verbringen, verpflichtet sich aber, sie nicht an die kontroverse „Church of Scientology“ heranzuführen.

Die Einzelheiten der Vereinbarung, die von den Anwälten beider Seiten in Marathonverhandlungen über das Wochenende ausgehandelt worden waren, sollen vertraulich bleiben. Cruise und Holmes unterzeichneten ein entsprechendes Stillschweige-Abkommen. Spekulationen über Millionen-Abfindungen für die sechzehn Jahre jüngere Schauspielerin wurden nicht bestätigt.

Streit um Religion

„Wir freuen uns für Katie und ihre Familie und sind gespannt zu sehen, wie sie ein neues Kapitel in ihrem Leben beginnt“, erklärte Holmes-Anwalt Jonathan Wolfe. Angeblich hatte ein Streit um die religiöse Erziehung ihrer Tochter die aus katholischem Hause stammende Holmes veranlasst, die Scheidung vor einem New Yorker Gericht einzureichen.

Die Boulevard-Presse stürzte sich auf die Geschichte nachdem durchsickerte, wer sich hinter dem Scheidungsantrag mit den Worten „Anonymus gegen Anonymus“ verbarg. Dabei entstand das Bild einer Beziehung, in der Cruise versuchte, seine Frau zu kontrollieren. Ein Klischee, das bereits zu Beginn ihrer Ehe vor sieben Jahren auf dem italienischen Schloss Bracciano aufgebaut wurde. Damals liefen Holmes-Fans mit „Free Katie“-T-Shirts herum.

Warum die Beziehung wirklich auseinanderging, dürfte Privatsache bleiben. „Tom ist froh, dass wir das erreicht haben,“ erklärte dessen Rechtsvertreter Bert Fields zu der im Rekord-Tempo erzielten Vereinbarung. Die Anwälte der beiden Hollywood-Stars gratulierten sich gegenseitig zu der Blitzscheidung von „TomKat“ in gerade einmal elf Tagen. Eine unerhört kurze Zeit in der Welt der Berühmten, Schönen und Reichen, die sich manchmal monatelang über die Medien bekriegen.

Experten erklären die schnelle Einigung mit dem Ehevertrag, den Cruise und Holmes vor der Hochzeit abgeschlossen hatten. Holmes Vater praktiziert selbst Familienrecht und hat seine Tochter beraten. Schließlich dürfte die Scientologen-Sekte ihrem berühmtesten Mitglied nahegelegt haben, seinen Ruf und den der umstrittenen Kirche nicht durch das Waschen schmutziger Wäsche zu gefährden.

Holmes lebt nun mit Tochter Suri in einer neuen Wohnung im New Yorker Stadtteil Chelsea, während Cruise in Los Angeles bleibt. Tochter Suri soll im Herbst auf eine Privatschule in Manhattan gehen, hieß es weiter. Bisher wurde das Mädchen von Privatlehrern zu Hause unterrichtet.