Berlin - Es sieht aus, als hätte Michael Schulze ein Grübchen auf seiner rechten Wange. Auch wenn er nicht lächelt. Doch dieses Grübchen trügt. Schaut man ihm genau ins Gesicht, dann sieht man eine Narbe. Und man erkennt: Das Grübchen ist Ausdruck einer schweren Verletzung, die der 42-Jährige bei einem Unfall auf dem Truppenübungsplatz im brandenburgischen Lehnin erlitten hat. Ein Kamerad hatte dem erfahrenen Ausbilder bei einer Häuserkampfübung das rechte Auge und den Wangenknochen weggeschossen. Schulze hatte Glück. Er überlebte die schwere Verletzung. Er hatte einen guten Arzt, der ihm sein Gesicht wiedergab. Seit er aus dem Krankenhaus entlassen wurde, kämpft sich der Berufssoldat jeden Tag ein Stück mehr ins Leben zurück. Schulze war mehrfach im Auslandseinsatz, doch erst seit dem Unfall plagen ihn Albträume, leidet er unter einer posttraumatischen Belastungsstörung.

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