Seebrügge - Nach einem Schiffsunglück droht in Belgien eine Ölverschmutzung der Küste. Beim Naturschutzgebiet Zwin nahe der niederländischen Grenze seien verdächtige Substanzen entdeckt worden, berichtete der öffentliche Rundfunksender RTBF am Mittwochabend. Ein Labor in Ostende solle nun feststellen, ob es sich tatsächlich um Öl aus dem Schiff handele. Dies sei bisher nicht sicher.

Zwei Teppiche trieben vor der Küste

Helfer hatten einen Sanddamm errichtet, um das Naturschutzgebiet bei Knokke zu schützen. Es ist ein wichtiger Rastplatz für Zugvögel. Vor dem Hafen Seebrügge war am Dienstagmorgen ein niederländisches Frachtschiff mit einem Gastanker zusammengestoßen und gesunken. Die Besatzung konnte gerettet werden und kam weitgehend mit dem Schrecken davon. Der nur leicht beschädigte Gastanker „Al Oraiq“ unter der Flagge der Marshall-Inseln wurde nach Seebrügge gebracht.

Aus dem auf einer Sandbank aufgelaufenen Frachter „Flinterstar“ trat nach dem Unfall Öl aus. Zwei Teppiche trieben vor der Küste, Helfer saugten Öl ab. Die „Flinterstar“ hatte nach Medien-Berichten 125 Tonnen Diesel und 427 Tonnen Schweröl an Bord. Nach der Kollision war das Schiff bis zum Dach mit Wasser vollgelaufen, bei Ebbe taucht es aber wieder aus den Fluten auf. (dpa)