BerlinEs ist ein Szenario wie aus einem Katastrophenfilm: Eine Woche vor Heiligabend kracht eine brennende Militärmaschine in die City einer deutschen Großstadt. Es geschah genau so vor 60 Jahren in München, am 17. Dezember 1960. Ein Sonnabend, früher Nachmittag, das Flugzeug vom Typ Convair 340 streift eine Kirchturmspitze und stürzt über der dicht bevölkerten Innenstadt ab. 52 Menschen kommen ums Leben – alle 20 Flugzeuginsassen sowie 32 Menschen am Boden.

Nur wenige Minuten zuvor: Dichter Nebel hängt über der Stadt, als der zweimotorige Transporter mit der Kennung C-131D Samaritan der United States Air Force um 14.05 Uhr vom Flughafen München-Riem abhebt. Der alte Flugplatz befindet sich nur rund zehn Kilometer östlich vom Stadtzentrum. An Bord sind neben der siebenköpfigen Crew 13 Zivilisten, junge Studentinnen und Studenten der University of Maryland, darunter auch der Sohn des Piloten. Ziel des Fluges ist der Royal Air Force-Stützpunkt Northolt im Westen Londons, von dort aus wollen die Passagiere zum Weihnachtsurlaub in die amerikanische Heimat weiterfliegen.

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