Scholz und Giffey am Ehrengrab von Willy Brandt

Bundeskanzler Olaf Scholz und Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (beide SPD) haben am Grab von Willy Brandt auf dem Waldfriedhof Zehlendorf ...

ARCHIV - Saskia Esken, Franziska Giffey (SPD) und Olaf Scholz (SPD) nehmen an der Kranzniederlegung teil.
ARCHIV - Saskia Esken, Franziska Giffey (SPD) und Olaf Scholz (SPD) nehmen an der Kranzniederlegung teil.Fabian Sommer/dpa

Berlin-Bundeskanzler Olaf Scholz und Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (beide SPD) haben am Grab von Willy Brandt auf dem Waldfriedhof Zehlendorf Kränze abgelegt. Anlass ist der 30. Todestag des ehemaligen Regierenden Bürgermeisters, Bundesaußenministers, Bundeskanzlers und Berliner Ehrenbürgers. Er starb am 8. Oktober 1992. Auch SPD-Parteivorsitzende Saskia Esken, der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses Dennis Buchner und Martin Schulz als Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung legten Kränze nieder.

Giffey erinnerte in einer Mitteilung daran, wie eng Brandt Berlin verbunden war. „An seinem 30. Todestag denken wir daran, dass er von Beginn an das Schicksal der Berlinerinnen und Berliner geteilt hat.“ Er habe zum Kreis um den ersten Regierenden Bürgermeister Ernst Reuter während der Blockade gehört. „Er erlebte den 17. Juni als Berliner Abgeordneter im Bundestag mit. Er ist der Regierende Bürgermeister, der Berlin zur Zeit des Mauerbaus führte.“

Giffey würdigte auch Brandts Außenpolitik, die Voraussetzung für den Mauerfall gewesen sei. „Brandt wusste, dass es lange dauern kann, aber die Hoffnung auf Wandel hat er nie aufgegeben“, sagte sie. „Wenn in der Weltpolitik wieder die Stunde der Diplomatie gekommen sein wird, dann werden die Akteurinnen und Akteure hoffentlich das friedenspolitische Vermächtnis Brandts beherzigen, dessen Wurzeln in Berlin liegen.“