Berlin - Ralf Fücks, lange Zeit Vorstand der grünen Heinrich-Böll-Stiftung und nun Geschäftsführer eines Zentrums Liberale Moderne, zeigt sich irritiert über die – durchaus verschiedenen – Beiträge von Antje Vollmer und Ludger Volmer in der Berliner Zeitung vom 30. Januar beziehungsweise 5. Februar 2021. Ich weiß nicht, ob Ralf Fücks ein Ideologe ist, aber ich bemerke, dass er im Umgang mit politischen Diagnosen, die seinem Weltbild nicht entsprechen, zu Methoden greift, wie sie für Ideologen charakteristisch sind; sie sind nicht dazu angetan, die Diskussion zu befördern.

Antje Vollmer, erklärt er, „klappert heftig mit dem Schreckgespenst des entfesselten Finanzkapitalismus, der unter der Flagge unbegrenzter Freiheit segele“. Das ist die Entstellung einer bedachten und ganz konkreten Äußerung; Vollmer konstatiert, dass gerade auch in den Staaten und Regionen, die sich der westlichen Welt hoffnungsvoll in die Arme geworfen hätten, Zweifel aufgekommen seien, „ob Privatisierung und Deregulierung des Wirtschaftslebens und unbegrenzte Allmacht des internationalen Finanzkapitals wirklich die Garanten des Wohlstands für alle wären“.

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