Berlin - Sachsen ist die neue Corona-Hochburg. Während in den meisten Ländern die Infektionszahlen stagnieren oder leicht rückläufig sind, steigen sie in dem Freistaat an. Im Landkreis Görlitz liegt der Sieben-Tage-Inzidenzwert aktuell bei 332 Infektionen pro 100.000 Einwohner, im Landkreis Bautzen sind es 419 Fälle. Den höchsten Inzidenzwert weist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit 451 auf. Damit hat Sachsen den in der vergangenen Woche als Hotspot bekannt gewordenen Landkreis Hildburghausen in Thüringen (aktuell 409) überholt. In Berlin Mitte lag der Sieben-Tage-Inzidenzwert am Donnerstag bei 202.

„Wir haben das Virus unterschätzt, alle miteinander“, sagte der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer am Donnerstag im „Morgenmagazin“ des ZDF. Während im Sommer trotz offener Hotels und Gastronomie die Zahlen niedrig blieben, stiegen sie ab Oktober wieder rasant an. Um die Lage wieder unter Kontrolle zu bekommen, ist ein härterer Lockdown nicht ausgeschlossen. Er hält Geschäfts-, Schul- und Kindergartenschließungen als Ultima Ratio für möglich – wenn die Zahlen bis Weihnachten nicht sinken. Das kündigte Kretschmer in seiner Instagram-Story an.

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