Köln - Arnold Schwarzenegger hat sein Fett weggekriegt. Mexiko ohnehin. Die ersten drei Wochen Amtszeit des 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika waren nicht nur geprägt durch eine Flut politischer Dekrete, sondern vor allem durch begleitende Kommentare – allen voran die des Präsidenten selbst. Auf Twitter macht Donald Trump keinen Hehl daraus, wer oder was ihn gerade ärgert und schimpft regelmäßig fleißig drauf los. Ein Überblick über Menschen, Orte und andere Dinge, die Donald Trump in den letzten drei Wochen in 140 Zeichen angegriffen hat.

Menschen und Menschengruppen

Demonstranten

Am Wochenende nach Donald Trumps Inauguration demonstrierten Millionen Menschen weltweit gegen Trump und seine geplante Politik. Der Women's March gilt als größter US-weiter Protest der jüngeren Geschichte. Mit dabei Stars wie Madonna Scarlett Johannson. Trumps version der Proteste: All die Demonstranten haben offensichtlich nicht gewählt. Und die Stars helfen der Sache nicht.

Wähler

Wahlbetrug: Anders kann Trump sich nicht erklären, dass er weniger Wählerstimmen als Demokraten-Kandidatin Hillary Clinton erhalten hat. Obwohl es keine Hinweise auf weitreichenden Wahlbetrug gibt, ist Trump überzeugt: Hunderttausende haben illegal ihre Stimme abgegeben.

Chelsea Manning

Obama hatte die Haftstrafe von Whistleblowerin Chelsea Manning verkürzt. Ein Fehler in den Augen von Trump. Interessante Anekdote: Trump ist dafür bekannt, nahezu obsessiv das Fernsehgeschehen zu verfolgen. Während Trump diesen Tweet rausschickte, lief auf Fox-News ein Beitrag, unter dem die exakte Formulierung stand: „Traitor Chelsea Manning“.

Senatoren John McCain und Lindsey Graham

Die Senatoren hatten öffentlich Kritik an Trumps Einreisestopp geäußert. Nicht der einzige Tweet, der sich gegen McCain richtet. Den Militäreinsatz im Yemen, bei dem ein Soldat getötet, weitere verletzt und zahlreiche Zivilisten getötet wurden, hatte McCain als „Versagen“ bezeichnet. Trump widersprach dieser Analyse und warf dem Senatoren vor, damit den Feind zu ermutigen.

Senator Charles Schumer

Ein Rundumschlag: Schuld am Chaos an den Flughäfen, das auf Trumps Einreisestopp folgte, war laut dem Präsidenten nicht der Erlass selbst, sondern ein Computerausfall, „Demonstranten und die Tränen von Senator Schumer“.

Demokraten

Trump: Demokraten und Medien (die „Opposition“) haben nicht laut aufgeschrien hätten, als Jobs das Land verließen. Impliziert ist: Deshalb haben sie auch jetzt nicht das Recht, aufzuschreien.

Nancy Pelosi (und nochmal Chuck Schumer)

Abermals schmeckt Trump die Kritik am Einreiseverbot nicht.

Arnold Schwarzenegger

Zwischen Trump und Schwarzenegger hat sich eine regelrechte Fehde entwickelt. Schwarzenegger hat Trumps Rolle in der Serie „The Apprentice“ übernommen. Der Tweet zeigt, was Trump von Schwarzeneggers Auftritt dort hält.

Anarchisten

Breitbart-Blogger und Trump-Unterstützer sollte an der Universität von Berkeley auftreten. Die Demonstrationen darauf waren so heftig, dass der Termin abgesagt wurde. Neben friedlichen Protesten kam es zu immens gewalttätigen Ausschreitungen – wie Trump glaubt, zum Teil durch bezahlte Demonstranten. Er drohte Berkeley offiziell mit dem Entzug von Geldern.

Richter

Der Bundesrichter James Robart stoppte Trumps Einreiseverbot. Trump stellt nicht nur die Entscheidung infrage, sondern gleich Robarts gesamte Qualifikation und die unabhängige Justiz, in dem er ihn den “sogenannten Richter“ nennt.

Anwälte

Nach dem richterlichen Aussetzen des Einreiseverbots wird nun über ein Berufungsgesuch seitens der Regierung entschieden. Anwälte beider Seiten haben ihre Argumente vorgetragen, das Ganze wurde live übertragen. Offenbar verfolgte Trump die Veranstaltung im TV. Jedenfalls hatte er Tipps für die Anwälte parat.

Senator Richard Blumenthal

Gerade erst hat Trump Neil Gorsuch mit viel Tamtam für einen Sitz im Supreme Court nominiert. Nun melden Medien: Gorsuch soll Trumps Wortwahl gegenüber Richtern für bedenklich halten. Das jedenfalls sagen Menschen, die mit ihm gesprochen haben, unter anderem Senator Blumenthal. Grund genug für Trump, Blumenthal offen anzugreifen. Damit das richtig sitzt, vergisst er nicht zu erwähnen, dass Blumenthal zwar erzählt hat, er habe in Vietnam gedient, das aber habe sich als Unwahrheit herausgestellt.