Eine Gardine mit einem Motiv der Kinderbuchfigur Pippi Langstrumpf hat in Schweden eine Welle der Entrüstung ausgelöst. Auf dem Vorhang sitzt das Mädchen mit den roten Zöpfen unter Palmwedeln, die von zwei schwarzen Kindern gehalten werden. „Das ist rassistisch“, befand die Mutter eines afroschwedischen Kindes und postete ihren Unmut auf Facebook. Dem schwedischen Radiosender P3 sagte sie: „Es ist ein typisches Bild aus den rassistischen Kolonialzeiten, wo die Kinder Sklaven für Pippi sind.“

Das Geschäft, in dem die Gardine verkauft wurde, befindet sich in der Astrid Lindgren Welt in der schwedischen Ortschaft Vimmerby. In dem Themenpark dreht sich alles um die Geschichten der weltberühmten schwedischen Autorin. Nachdem der Radiosender P3 darüber berichtete, nahmen die Mitarbeiter die Gardinen aus dem Regal. „Wir haben das gar nicht so gesehen“, räumte der Verkaufsmanager Ove Olsson gegenüber dem Sender ein. „Aber ich verstehe jetzt, dass dieses Bild von den Jungen, die Pippi Langstrumpf huldigen, unpassend ist.“ Produziert werde der Stoff schon seit einer Weile nicht mehr. (dpa)