NidauGabriela Fankhauser erinnert sich an den Tag, als der Tod ins Heim kam. Es war Anfang November, der Herbst war noch golden in Nidau im Kanton Bern. Beim Mittagessen in der Senioreneinrichtung Ruferheim hustete eine Frau. Nach ihr erkrankten weitere Bewohner und Bewohnerinnen. Das Heim mit seinen 108 Pflegeheimbetten versuchte, die Krankheit zu stoppen, indem es die Bewohner in den Wohngruppen isolierte. Doch das Virus breitete sich aus, von Stockwerk zu Stockwerk, von Wohngruppe zu Wohngruppe.

Die zweite Welle der Pandemie hatte die Schweiz zu diesem Zeitpunkt bereits erfasst, die Infektionszahlen stiegen täglich. Ende Oktober war die Lage zunächst in der französischsprachigen Westschweiz dramatisch geworden. Die Kliniken in Genf meldeten überfüllte Intensivstationen. Leichen wurden im dortigen Universitätsspital gelagert, es gab keinen Platz mehr in den Kühlräumen der Bestatter. 

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