Ich soll mir was abschminken: „Wer morgens vorm Spiegel den Eyeliner zückt, malt mit an der schönen Seite einer gesellschaftlichen Ordnung, deren hässliche Seite das Grapschen und Einsammeln von Frauen als Jagdtrophäe ist.“ Eine Soziologin empfiehlt auf Zeit online den Frauen, die das Sexismusproblem an der Wurzel packen wollen: „Werft die High Heels auf den Müll!“ Dann hätten wir mehr Zeit für die Karriere. Ein Kollege im Feuilleton der Zeit erweitert die Sexismus-Debatte mit einer anderen Idee: „Regelt sexuelle Begegnungen durch ausgeklügelte vertragliche Vereinbarungen.“ Ich frage mich, welche sexuellen Praktiken durch eine „ausgeklügelte Vereinbarung“ ihr Feuer behalten.

Bis Anfang Dezember findet an der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin-Hellersdorf eine Online-Abstimmung statt. Anfang nächsten Jahres wird entschieden, ob das Gedicht eines Bolivianers, er schrieb es 1951, von der Hausfassade entfernt wird. Aus dem Spanischen übersetzt heißt es: „Alleen/ Alleen und Blumen/ Blumen/ Blumen und Frauen/ Alleen/ Alleen und Frauen/ Alleen und Blumen und Frauen und/ ein Bewunderer.“ Der Allgemeine Studierenden- Ausschuss schrieb in einem offenen Brief, dass es „unsere Degradierung zu bewunderungswürdigen Objekten im öffentlichen Raum ist, die uns Angst macht“. Studierende fühlen sich nicht sicher und klagen über Unwohlsein.

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