Berlin - Hacker haben offenbar einen schweren Angriff auf Computernetze des Bundes in Berlin durchgeführt. Das Bundesinnenministerium bestätigte am Mittwochabend, es habe einen „IT-Sicherheitsvorfall“ gegeben, der aber mittlerweile unter Kontrolle sei. Nachrichtendienste und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) untersuchten den Vorfall. „Die Verantwortlichen in den betroffenen Behörden sind informiert und es wurden bereits geeignete Maßnahmen zur Aufklärung und zum Schutz getroffen.“ Details nannte das Ministerium unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht.

Nach Informationen dieser Zeitung aus Sicherheitskreisen richtete sich der Angriff vor allem gegen das Auswärtige Amt. Die Nachrichtenagentur dpa meldete ebenfalls unter Berufung auf Sicherheitskreise, es sei Schadsoftware eingeschleust worden, die Angreifer hätten auch Daten erbeutet. Verantwortlich für den Angriff sei die russische Hacker-Gruppe „APT28“, die mit der russischen Regierung in Verbindung gebracht wird und auch hinter dem Cyberangriff auf das Computersystem des Bundestags im Jahr 2015 vermutet wird. Allerdings warnen Sicherheitsexperten auch davor, sich bei der Zuordnung der Angriffe zu sicher zu sein. 

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