Wilmington„(...) Leute, die Menschen dieser Nation haben gesprochen. Sie haben uns einen klaren Sieg gebracht, einen überzeugenden Sieg, einen Sieg für uns, das Volk. Wir haben mit den meisten Stimmen gewonnen, die in der Geschichte der Nation für einen Präsidentschaftskandidaten abgegeben wurden. 74 Millionen.

Nun, ich muss zugeben, dass mich das heute Abend überrascht hat. Wir beobachten überall in dieser Nation, in allen Städten, allen Teilen des Landes und sogar in der ganzen Welt, einen Ausbruch an Freude, von Hoffnung (und) einen gestärkten Glauben darin, dass der morgige Tag einen besseren Tag bringen wird. Und ich bin demütig über das Vertrauen und die Zuversicht, die Ihr in mich gesetzt habt. Ich gelobe, ein Präsident zu sein, der nicht zu spalten, sondern zu einen sucht, der keine roten und blauen Staaten sieht, sondern nur die Vereinigten Staaten.

Ich werde mit ganzem Herzen, mit dem Vertrauen des ganzen Volkes, daran arbeiten, das Vertrauen von Euch allen zu gewinnen. Denn das ist es, worum es in Amerika geht, glaube ich. Es geht um Menschen. Und genau darum wird sich alles in unserer Regierung drehen. Ich habe dieses Amt angestrebt, um die Seele Amerikas wiederherzustellen, um das Rückgrat dieser Nation wieder aufzubauen: die Mittelschicht. Und um dafür zu sorgen, dass Amerika in der Welt wieder respektiert wird. Und um uns hier daheim zusammenzubringen. Es ist die Ehre meines Lebens, dass so viele Millionen Amerikaner für diese Vision gestimmt haben. Und nun ist die Aufgabe, diese Vision umzusetzen, Wirklichkeit geworden. Es ist eine Aufgabe, die Aufgabe unserer Zeit.

(...) Ich werde die Ehre haben, mit einer fantastischen Vizepräsidentin zu dienen. Ihr habt gerade Kamala Harris gehört, die Geschichte schreibt als erste Frau, als erste Schwarze, als erste Frau südasiatischer Abstammung, als erste Tochter von Immigranten, die je in diesem Land (in dieses Amt) gewählt wurde. Sagt mir nicht, dass das in den Vereinigten Staaten nicht möglich ist. Es ist schon lange überfällig. (...)

Ich bin stolz auf das Wahlkampfteam, das wir aufgebaut haben. Ich bin stolz auf die Koalition, die wir gebildet haben, die breiteste und vielfältigste Koalition der Geschichte. Demokraten, Republikaner, Parteilose, Progressive, Gemäßigte, Konservative, Junge, Alte, Städter, Vorstädter, Landbewohner, Homosexuelle, Heterosexuelle, Transsexuelle, Weiße, Latinos, Asiaten, amerikanische Ureinwohner.

Das meine ich ernst. Und vor allem in den Momenten, als dieses Wahlkampfteam am Tiefpunkt angelangt war, hat sich die afroamerikanische Gemeinschaft wieder für mich eingesetzt. Ihr habt mir immer den Rücken gestärkt, und ich werde immer Euren stärken.

Ich habe gleich zu Beginn gesagt, dass unser Wahlkampfteam Amerika widerspiegeln und auch so aussehen soll. Das haben wir erreicht. Nun möchte ich, dass die Regierung so aussieht und handelt.

An all diejenigen unter Euch, die für Präsident Trump gestimmt haben: Ich verstehe die Enttäuschung heute Abend. Ich habe selbst schon ein paar Mal verloren. Aber lasst uns jetzt gegenseitig eine Chance geben. Es ist an der Zeit, die harsche Rhetorik beiseite zu legen, die Temperatur herunterzuschalten und einander wieder zu sehen. Hören wir einander wieder zu. Und um Fortschritte zu erzielen, müssen wir aufhören, unsere Gegner wie unsere Feinde zu behandeln. Sie sind nicht unsere Feinde. Sie sind Amerikaner. Sie sind Amerikaner.

Die Bibel sagt uns, dass es eine Jahreszeit für alles gibt, eine Zeit zum Bauen, eine Zeit zum Ernten und eine Zeit zum Säen. Und eine Zeit zum Heilen. Dies ist in Amerika die Zeit zum Heilen.

Jetzt ist der Wahlkampf vorüber. Was ist der Wille des Volkes? Was ist unser Auftrag? Ich glaube, es geht darum: Amerika hat uns aufgerufen, die Kräfte des Anstands, die Kräfte der Fairness zu mobilisieren. (Wir sollen) die Kräfte der Wissenschaft und die Kräfte der Hoffnung für die großen Schlachten unserer Zeit mobilisieren. Die Schlacht um die Kontrolle des Virus, die Schlacht um den Aufbau von Wohlstand, die Schlacht um die Gesundheitsversorgung Eurer Familien. Die Schlacht um Gerechtigkeit unter ethnischen (Gruppen) und die Ausmerzung des systemischen Rassismus in diesem Land. Und die Schlacht um die Rettung unseres Planeten, indem wir das Klima unter Kontrolle bringen. Die Schlacht um die Wiederherstellung von Anstand, den Schutz der Demokratie und darum, jedem in diesem Land eine faire Chance zu geben. Das ist alles, worum sie bitten. Eine faire Chance.

(...)

Leute, ich bin ein stolzer Demokrat, aber ich werde als amerikanischer Präsident regieren. Ich werde für diejenigen, die nicht für mich gestimmt haben, genauso hart arbeiten wie für diejenigen, die für mich gestimmt haben. Lasst diese trostlose Ära der Dämonisierung in Amerika hier und jetzt zu Ende gehen.

Die Weigerung von Demokraten und Republikanern, miteinander zu kooperieren - das ist keine geheimnisvolle Gewalt, die sich unserer Kontrolle entzieht. Es ist eine Entscheidung, eine Wahl, die wir treffen. Und wenn wir uns dafür entscheiden können, nicht miteinander zu arbeiten, dann können wir uns dafür entscheiden, miteinander zu arbeiten.

(...)

Nun, Leute, wir stehen an einem Wendepunkt. Wir haben die Chance, die Verzweiflung zu besiegen und eine Nation des Wohlstands und der Sinnhaftigkeit aufzubauen. Wir können das schaffen. Ich weiß, dass wir es schaffen können. Ich spreche schon seit langem über den Kampf um die Seele Amerikas. Wir müssen die Seele Amerikas wiederherstellen. Unsere Nation ist geprägt durch den ständigen Kampf zwischen unseren besseren und unseren dunkelsten Impulsen. Und was Präsidenten in diesem Kampf sagen, zählt. Es ist an der Zeit, dass sich unsere besseren (Impulse) durchsetzen. Heute Abend schaut die ganze Welt auf Amerika, und ich glaube an unser Bestes, Amerika ist ein Leuchtfeuer für die Welt.

(...)

Lasst uns die Nation sein, die wir sein können. Eine geeinte Nation, eine gestärkte Nation. Eine geheilte Nation. Die Vereinigten Staaten von Amerika, meine Damen und Herren. Es hat nie, nie etwas gegeben, was wir nicht erreichen konnten, wenn wir es versucht haben.

Ich erinnere mich daran, wie mein Großvater sagte, als ich als Junge in Scranton sein Haus verließ: ‚Joey, bewahre den Glauben.‘ Und unsere Großmutter, als sie noch am Leben war, schrie: ‚Nein, Joey, verbreite ihn.‘ Verbreite den Glauben.“