Berlin - In der von Kevin Kühnert angestoßenen Enteignungsdebatte hat Ex-SPD-Chef Sigmar Gabriel den Juso-Vorsitzenden mit harschen Worten kritisiert. „Nur der mediale Effekt und das eigene Ego sind wichtig“, schrieb Gabriel am Wochenende im „Handelsblatt“. Das sei die „Methode Donald Trump“. Die SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl, Katarina Barley, begrüßte dagegen grundsätzlich die Debatte über gesellschaftliche Ungleichheit. Derweil ging nach BMW auch der Daimler-Betriebsrat auf Distanz zur SPD.

Gabriel schrieb weiter: „Wer als Sozialdemokrat die Enteignung und Sozialisierung großer Industrien fordert (gemeint ist natürlich Verstaatlichung, das klingt aber nicht so schön), dem ist die Aufmerksamkeit der Medien gewiss.“ Kühnert ignoriere aber „100 Jahre empirisch gesicherte Erfahrung mit staatlich gelenkten Volkswirtschaften“, nämlich, „dass sie wegen mangelnder Effizienz und Qualität bankrottgehen und zudem auch für die sozialen Verelendung ihrer Beschäftigten sorgen“.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.