Paris - Bei Silvesterfeiern hat es in Frankreich sieben Tote durch Gewalt, Feuerwerk und einen Unfall gegeben. In Paris wurde ein 20-Jähriger bei einem Streit mit einem Messerstich getötet. Zu dem Zwischenfall kam es nach Angaben des Innenministeriums vom Mittwoch, als Jugendliche eine Begleiterin des Opfers ausrauben wollten. Innenminister Manuel Valls verurteilte die Gewalttat. Im Elsass starb ein 29-Jähriger an Verletzungen, die ein Feuerwerkskörper verursacht hatte. Im ganzen Land wurden mehr als 1000 Autos angezündet, eine „üble Tradition“, wie Valls sagte.

Zwei 25-Jährige und eine 18-Jährige starben in Rians (Südfrankreich) in der Silvesternacht vermutlich an den Folgen einer Kohlenmonoxidvergiftung, die durch ein defektes Heizgerät verursacht wurde. Der Besitzer fand die jungen Leute am Morgen tot in einem Anbau seines Hauses.

1067 Autos brannten im Land

Zwei weitere Männer im Alter von 31 und 45 Jahren wurden in Grenoble und im Elsass bei Streitigkeiten getötet. Ein Angreifer wurde festgenommen, bestätigte Valls. In der Silvesternacht seien in sozialen Problemvierteln und Vorstädten des Landes 1067 Autos in Flammen aufgegangen, 10,6 Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Die meisten Zündeleien ereigneten sich nach seinen Angaben im Großraum Paris und im Elsass. Insgesamt sei die Lage jedoch ruhig geblieben, „ohne große Gewaltausbrüche“ in sozialen Problemvierteln.

Großes Feuerwerk blieb aus

Unterdessen begrüßten Hunderttausende auf den Champs-Élysées und am Eiffelturm das neue Jahr mit Champagner. Auf ein großes Feuerwerk am Himmel mussten die Pariser allerdings verzichten. Feuerwerkskörper waren in der Silvesternacht weitgehend verboten - Grund für die Verbote in Frankreich ist, dass es viele schwere Verletzungen damit gegeben hatte.

Knapp 9000 Polizisten, Feuerwehrleute und Militärs sorgten in Paris für Ordnung. Im ganzen Land waren in der Neujahrsnacht knapp 53 000 Sicherheitskräfte im Einsatz. (dpa)