Köln/Kapstadt - Erneut hat eine Großwildjägerin aus den USA für jede Menge Aufregung gesorgt. Das Opfer ist eine seltene schwarze Giraffe, die Tess Thompson Talley im vergangenen Jahr in Südafrika getötet hat, und sich anschließend in verschiedenen Siegerposen auf ihrer Facebookseite, die mit Fotos aus ihrer Großwild-Karriere übersät ist, zur Schau stellte. Auch Kängurus gehören zu ihren Jagdtrophäen.

Vor knapp einer Woche hat das Portal „AfricaDigest“ über den Kurznachrichtendienst Twitter auf das fragwürdige Verhalten der Anti-Veganerin aufmerksam gemacht.

Eine Welle der Empörung machte sich anschließend über die Hobby-Jägerin, die von „AfricaDigest“ als „weiße amerikanische Wilde“ bezeichnet wird, breit. Aber es gibt auch Menschen, die das Verhalten der Trophäensammlerin für gutheißen. 

Bereits in der Vergangenheit waren posende Jäger mit ihren ins Netz gestellten toten Löwen und anderen Wildtieren in den Schlagzeilen. Besonders der Fall des US-Zahnarztes Walter Palmer, der Simbabwes berühmten Löwen „Cecil“ 2015 erlegte, schlug hohe Wellen. Er erhielt sogar Morddrohungen. 

Giraffen auf der roten Liste

Seit zwei Jahren steht die Giraffe laut der Artenschutz Behörde CBD im mexikanischen Cancun auf der Roten Liste der bedrohte Tier- und Pflanzenarten. Einer der bekanntesten Tierarten steuert somit ihrem Möglichen Ende entgegen. Neben der zunehmenden Jagd sind die intensivierte Landwirtschaft und die Jagd nach Rohstoffen Gründe für diese Entwicklung. (mbr)