Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU).
Foto: AFP/Pool/Peter Kneffel

MünchenBayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Bevölkerung in Bayern auf eine Verlängerung zumindest eines Teils der Einschränkungen in dem Bundesland über den 19. April hinaus vorbereitet. "Nach Ostern werden Perspektiven entwickelt und abgestimmt", sagte Söder am Dienstag in München im Anschluss an eine Kabinettssitzung gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. "Wir sollten jetzt nicht zu frühzeitig die Dinge lockern."

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Söder verwies auf die Entscheidungen der Regierung in Österreich, die einen Großteil der dortigen Einschränkungen verlängerte, gleichzeitig aber auch schrittweise Lockerungen etwa beim Öffnen von Läden ankündigte. Er habe "Sympathie für das Wiener Modell", sagte Söder. "Wir brauchen Stufen und wir brauchen Zeitachsen."

Regeln: Abstände, Desinfektion, Maskenpflicht

Söder sagte, es müsse gemeinschaftlich diskutiert werden, ob und welche Geschäfte in Deutschland wieder geöffnet werden könnten. Dabei müssten dann aber Regeln etwa zu Abständen oder zur Desinfektion eingehalten werden. Er sehe auch eine Maskenpflicht in Deutschland als "hochwahrscheinlich" an, sagte Söder mit Blick auf Ladenöffnungen.

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Als problematisch bezeichnete Söder Änderungen der derzeitigen Beschränkungen in Bereichen, in denen das Abstandnehmen schwierig ist - konkret in der Gastronomie, in Klubs, Diskotheken, Hotels und auch bei größeren Veranstaltungen.

Öffnung der Schulen nach Osterferien unwahrscheinlich

Eine vollständige Öffnung der Schulen nach dem Ende der Osterferien erscheint nach den Äußerungen Söders zugleich zunehmend unwahrscheinlich. Er forderte, im Schulwesen "ganz besonders sensibel" zu entscheiden. Die Schulschließungen hätten sich unmittelbar positiv ausgewirkt und zu niedrigeren Infektionszahlen geführt.

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Söder hob vor allem hervor, dass die Schüler aus Abschlussklassen ihren Abschluss machen können sollen. Das müsse aber nicht mehr unbedingt mit Unterricht verbunden sein.