Die höchst umstrittenen Äußerungen des US-Präsidentschaftskandidaten Donald Trump haben auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg nicht kalt gelassen. Die Forderungen des Republikaners hat er nun mit einem Posting erwidert. „Ich möchte meinen Betrag dazu leisten, Muslime in unserer Gesellschaft und überall auf der Welt zu unterstützen“, schreibt Zuckerberg. Mehr als 40.000 User haben den Beitrag inzwischen kommentiert, mehr als 125.000 teilten ihn bereits.

Trump hatte am Montag in einem schriftlichen Statement ein Einreiseverbot für Muslime in die Vereinigten Staaten gefordert. Wenige Tage zuvor hatten zwei mutmaßliche Dschihadisten 14 Menschen im kalifornischen San Bernardino getötet. Dieser Vorstoß des konservativen Politikers hatte daraufhin heftige Reaktionen in der politischen Landschaft und den sozialen Medien ausgelöst.

„Für ein friedliches Umfeld sorgen“

In seinem Eintrag auf Facebook schreibt Mark Zuckerberg, dass er die Furcht der Muslime nachvollziehen könne, nach den Anschlägen von Paris für die Taten anderer zur Verantwortung gezogen zu werden. Zuckerberg weist darin auch auf seine jüdische Herkunft hin und erzählt, dass seine Eltern ihn gelehrt hätten, sich gegen Anfeindungen gegen religiöse Gemeinschaften aufzulehnen. Und er will, dass sich Muslime wohl fühlen auf seiner Plattform: „Wenn du ein Muslim bist“, schreibt Zuckerberg, „möchte ich, dass du weißt, dass du immer willkommen bist und dass wir für deine Rechte kämpfen und für ein friedliches Umfeld sorgen werden.“

Gerade das gelingt Facebook jedoch nicht immer. Kritiker werfen dem weltweit größten sozialen Netzwerk vor, nicht konsequent genug gegen fremdenfeindliche Postings und Kommentare vorzugehen. Derzeit ermittelt sogar die Staatsanwaltschaft Hamburg wegen der vorsätzlichen Beihilfe zur Volksverhetzung gegen drei Facebook-Manager. Es geht dabei um Hasskommentare, die Nutzer auf Facebook gepostet haben und die nicht gelöscht wurden.

Allerdings hat das Unternehmen kürzlich angekündigt, die Hetzer rigoroser in die Schranken zu weisen.