Solms - Das Amtsgericht in Würzburg hat einen alkoholisierten Autofahrer zu 5000 Euro Geldstrafe und einem Jahr Führerscheinentzug verurteilt, nachdem er eine 20-Jährige überfahren und ihr so das Leben genommen hat.

Nach Angaben des „Express“ sei der Fahrer, der mit 2,89 Promille unterwegs war, aufgrund des hohen Alkoholwertes für schuldunfähig erklärt und daher nicht mit einer Freiheitsstrafe belangt worden.  Das Mädchen selbst hatte zu dem Zeitpunkt auch Alkohol getrunken, ihr Auto aber daraufhin stehen gelassen und war zu Fuß unterwegs, als der Unfall passierte.

Richter entschuldigt sich bei Vater

Die Eltern der 20-Jährigen, die durch den Schuldspruch mit dem Unglück abschließen wollten, zeigten sich fassungslos über das Urteil. Der Vater betonte, er habe seinen Glauben in den Rechtsstaat verloren und sehe die milde Strafe als Freifahrtschein für Jugendliche, zu machen, was sie wollten.

Der Richter, der das Urteil gefällt hatte, entschuldigte sich nach dem Prozess an den Vater: „Es fällt mir auch schwer, Ihnen in die Augen zu gucken, aber das Urteil ist im Namen des Volkes, des Gesetzes ergangen“. Man müsse schon ein paar Semester Jura studieren, um nachvollziehen zu können, wie es zu dem Urteil gekommen ist.

Die Staatsanwaltschaft akzeptierte das Urteil nicht und kündigte an, in Berufung zu gehen. (red)