Abgeschlossene Strandkörbe stehen am Strand.
Foto: dpa/Sina Schuldt

BerlinViele haben ihre diesjährigen Urlaubsreisen schon gebucht, freuen sich auf die schönste Zeit des Jahres. Doch schon jetzt steht fest: Der Urlaub 2020 wird so kompliziert wie nie. Die Touristen erwarten viele Sonderregelungen – Reise-Experten verraten, was im Urlaub auf uns zukommt.

Hotels: In vielen Hotels wird die Auslastung in diesem Jahr nach unten geschraubt. „Es gibt noch keine finale, gesetzliche Regelung. Aber aktuell gehen wir davon aus, dass eine 50-Prozent-Auslastung in Hotels erlaubt sein wird“, sagt Manuel Morales von der Reise-Gruppe FTI. Von 50 bis 60 Prozent geht auch Simone Feier-Leist von Schauinsland Reisen aus. Laut TUI-Sprecher Aage Dünhaupt wird, egal bei welcher Belegung, die Mund-Nasen-Maske ein wichtiger Begleiter sein. „Man wird sie nicht beim Essen oder am Strand tragen, aber zum Alltag in den Hotels gehört sie dazu.“

Essen: Die Experten sind sich einig: Auf Büfetts werden die Urlauber verzichten müssen. „Wenn es das gibt, wird das eher im Showcooking-Bereich der Fall sein, wo Dinge zubereitet und über die Theke gereicht werden“, sagt Dünhaupt. „Ansonsten gibt es Essen eher á la carte – und mehr Abstand zwischen den Tischen. Außerdem wird das Frühstück vielleicht vermehrt auf dem eigenen Balkon oder der Terrasse serviert.“ Auch Manuel Morales von FTI weiß: „Was die Büfetts betrifft, so stellen manche auf Tischservice um, andere haben am Büfett Personal, das die Speisen und Getränke ausgibt.“ Feier-Leist von Schauinsland geht davon aus, dass Restaurants, um Stoßzeiten zu vermeiden, ihre Öffnungszeiten ausweiten.

Pool und Strand: Auch an Pools und Stränden wird in diesem Jahr auf Sicherheitsabstände geachtet. „Sonnenliegen und Schirme werden weitläufig aufgestellt, Personal kontrolliert die Abstände“, sagt Manuel Morales. Schauinsland-Sprecherin Feier-Leist sagt: „Wie am Pool werden auch am Strand die Liegen desinfiziert. In der Praxis wird dies so aussehen, dass zwei Liegen unter einem Sonnenschirm stehen und der Abstand zum nächsten Schirm eingehalten wird.“ TUI-Sprecher Dünhaupt nimmt es mit Humor: „Der Traum eines jeden Deutschen wird wahr: Die Liegen werden zugewiesen und reserviert sein, niemand muss früh aufstehen, um sein Handtuch hinzulegen.“ Die Angst, dass man am Strand eine Maske tragen muss, ist laut den Experten allerdings vollkommen unberechtigt.

Ausflüge: Tagestouren, bei denen Touristen zusammengepfercht in Reisebussen zu den Sehenswürdigkeiten gefahren werden, wird es kaum geben. „Man kann die Anzahl der Menschen in den Bussen entsprechend reduzieren“, sagt der TUI-Sprecher. „Außerdem werden die Ausflugsprogramme eher auf andere Aktivitäten umgestellt – etwa Quad- oder Radtouren, bei denen das Einhalten von Abständen leichter ist.“ Auch Manuel Morales von FTI sagt: „Sowohl Busse als auch Sehenswürdigkeiten werden eine maximale Anzahl von Gästen zulassen. Auch hier ist noch keine Vorgabe definiert.“