Berlin - In der DDR wurden Suiziddaten erhoben, aber streng geheim gehalten. Nach der Wende galten diese Statistiken als verloren. Die Soziologin Ellen von den Driesch machte sich für ihre Doktorarbeit auf die Suche danach. In alten Kartons beim Bundesarchiv stieß sie auf vergilbte Tabellen mit Todesstatistiken. Sie wühlte weiter, bis sie immer mehr Akten fand. Sie hat das Material rekonstruiert, ausgewertet und erstmals veröffentlicht. Demnach wurden zwischen 1952 und 1990 über 204.000 Suizide registriert, das war europaweit Spitze. Im Schnitt war die Selbstmordrate anderthalb bis doppelt so hoch wie in der Bundesrepublik. Doch warum das so war, darum ranken sich viele Mythen.

Frau von den Driesch, wie sind Sie darauf gekommen, sich mit den Selbstmorden in der DDR zu befassen?

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