Algeciras - Das Flüchtlingsrettungsschiff „Open Arms“ hat nach einem ersten Verbot und mehrtägiger Ungewissheit den Hafen der südspanischen Stadt Algeciras verlassen dürfen. Das Schiff sei am Dienstag ausgelaufen, teilten die spanischen Seenotretter mit.

Man wolle nun zunächst in Barcelona einen Besatzungsaustausch vornehmen und anschließend die Rettungsaktivitäten im Mittelmeer wieder aufnehmen, teilte die Nichtregierungsorganisation „Proactiva Open Arms“ auf den sozialen Netzwerken mit.

Vorheriges Auslaufverbot durch spanische Behörden 

Am Samstag hatten die Behörden die Seenotretter noch am Auslaufen gehindert. Nach einer Inspektion habe das Schiff zunächst die Erlaubnis erhalten, seine Reise fortzusetzen, hatte der Gründer der Organisation Oscar Camps auf Twitter erklärt. Als das Schiff bereits außerhalb der Bucht von Algeciras war, sei es angewiesen worden, in den Hafen zurückzukehren.

Eine Behördensprecherin wurde von der Nachrichtenagentur Europa Press mit den Worten zitiert, man habe noch Fragen in Bezug auf die Besatzung klären wollen.

Die „Open Arms“ hatte am Donnerstag 87 vor der libyschen Küste gerettete Migranten nach Spanien gebracht. Neben der „Aquarius“ ist die „Open Arms“ derzeit das einzige zivile Rettungsschiff, das im Mittelmeer Migranten rettet. (dpa)