Berlin - Ja, sie ist vertrackt, die Lage der deutschen Sozialdemokraten. Da holt in Großbritannien Jeremy Corbyn mit einem ausgesprochen linken Programm ein sensationelles Wahlergebnis. 40 Prozent – davon können die deutschen Genossen nur träumen. Also ist der britische Weg vielleicht der richtige zum Erfolg bei der Bundestagswahl im September? Aber ach, ein Blick nach Frankreich lehrt etwas ganz anderes. Emmanuel Macron kommt auch aus der sozialdemokratischen Familie, doch er triumphiert mit einem ganz anderen Programm.

Er ist eher ein Wiedergänger von Gerhard Schröder und Tony Blair und ihrem „dritten Weg“, mit dem sie ihre Parteien nach einer Erfolgsphase aber in verheerende Niederlagen geführt haben. Woran also soll sich die suchende SPD orientieren? Sicherheitshalber hat Martin Schulz sowohl Corbyn als auch Macron nach ihren Wahlerfolgen gratuliert und sie beide zu Vorbildern erklärt. Möglicherweise ist das schon eine Erklärung für die Schwäche der deutschen Sozialdemokraten und ihres kurzzeitigen Hoffnungsträgers Martin Schulz: Man weiß nicht, woran man mit ihnen ist.

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