Bonn - Der Regierungsbildungs-Krimi geht weiter: Mit einem knappen Ergebnis hat ein SPD-Sonderparteitag der Aufnahme von Koalitionsgesprächen mit CDU und CSU zur Bildung einer großen Koalition zugestimmt. 362 von 642 Delegierten sprachen sich dafür aus, weiter mit der Union zu verhandeln, das entspricht einem Anteil von 56,4 Prozent. 279 Delegierte stimmten dagegen, es gab eine Enthaltung. Dass es erneut eine große Koalition geben wird – es wäre die dritte unter der Führung von Bundeskanzlerin Angela Merkel – ist damit nicht gesagt: Dies ist erst möglich, wenn die SPD-Mitglieder einem Koalitionsvertrag zugestimmt haben. 

Dafür stellte die Parteiführung neue Bedingungen auf: die Abschaffung der sachgrundlosen Befristung von Arbeitsverträgen, eine Härtefallregelung beim Familiennachzug von Flüchtlingen und die Anpassung der Ärztehonrorare für die Behandlung von gesetzlich und privat Krankenversicherten. Läuft alles nach Plan, könnte die Regierung nach Einschätzung der Verhandlungspartner etwa an Ostern stehen, also Ende März bis Anfang April.

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