Berlin - CDU und SPD haben nach Informationen der „Bild am Sonntag“ im Wahljahr 2017 erstmals seit langem wieder mehr Eintritte als Austritte und Todesfälle verzeichnet. In die SPD sind laut Parteizentrale im vergangenen Jahr 31.094 Menschen eingetreten, so viele wie seit 20 Jahren nicht mehr, wie das Blatt berichtet. Insgesamt hätten die Sozialdemokraten zum 31. Dezember 443.152 Mitglieder gezählt.

Der höchste Wert seit der Wiedervereinigung

Zieht man Austritte und Todesfälle ab, bleibt dem Bericht zufolge ein Plus von 10.448 Mitgliedern im Vergleich zum Vorjahr - nach Angaben der SPD-Zentrale der höchste Wert seit der Wiedervereinigung. Seit dem knappen Ja des SPD-Sonderparteitags zu Koalitionsverhandlungen mit der Union ist die Zahl der Parteieintritte zuletzt weiter in die Höhe geschnellt. Ein Grund dürfte auch sein, dass die SPD am Ende ihre Mitglieder über einen Koalitionsvertrag mit der Union abstimmen lassen will.

Bei der CDU gab es laut „Bild am Sonntag“ 2017 erstmals seit 14 Jahren mehr Eintritte (rund 15.000) als Austritte (etwa 14.000). Weil gleichzeitig rund 7000 Mitglieder gestorben seien, sei die Partei trotzdem geschrumpft, heißt es in dem Bericht. So habe die CDU Ende des Jahres nur noch 425.910 Mitglieder gezählt (2016: 431.920). Damit ist die SPD wieder die mitgliederstärkste Partei Deutschlands. (dpa)