Michael Müller, SPD, fordert als Ministerpräsident den Spitzenplatz für sich. 
Foto: imago images/Reiner Zensen

Berlin - Wer zieht für die Berliner SPD in den Bundestag ein? Der Regierende Bürgermeister Michael Müller wird beim Kampf um die Spitzenplätze auf der Liste von zwei jungen Hoffnungsträgern herausgefordert. Ex-Juso-Chef Kevin Kühnert schnappte Müller seinen Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg weg. Um das Direktmandat in Charlottenburg-Wilmersdorf bewirbt sich neben Müller auch Sawsan Chebli, Staatssekretärin in Müllers Senatskanzlei. Lange hat Müller sich zurückgehalten. In einem Interview mit der „Bild am Sonntag“ aber erhebt er jetzt Anspruch auf den wichtigsten Platz auf der Liste.

Ob er Listenplatz 1 für sich beanspruche, fragt die Bild. „Ein Ministerpräsident, der ohne Skandal mit einer erfolgreichen Bilanz aus dem Amt geht, wird nicht auf einem hinteren Listenplatz kandidieren“, antwortet Müller. „Das wäre bundesweit einmalig und wird insofern nicht stattfinden.“ Die Verdrängung aus seinem Heimatbezirk durch Kühnert? Kein Problem, findet Müller. Als Regierender Bürgermeister sei er „auch in anderen Wahlkreisen sehr gut sichtbar“. Die Konkurrenz durch Sawsan Chebli? „Gegenkandidaturen werde ich gelassen aushalten“, antwortet Müller und schließt auch höhere Weihen nicht aus: Welches Ministeramt in der Bundesregierung er gerne übernehmen würde? „Natürlich Wissenschafts- oder Bauminister!“

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