Walter Kohl, der Sohn des verstorbenen Altkanzlers, hat in einem Interview mit der Wochenzeitung "Zeit"  die Planung für das Begräbnis seines Vaters kritisiert. Er fordert einen Staatsakt am Brandenburger Tor und eine Beisetzung im Familiengrab.

Walter Kohl plädiert auf dem Portal zeit.de dafür, dass die deutsche Trauerfeier für seinen Vater nicht in Speyer, sondern in Berlin stattfindet. Nach dem europäischen Trauerakt am 1. Juli in Straßburg sollte am Brandenburger Tor in Berlin „die deutsche Verabschiedung mit drei verbundenen Elementen stattfinden: Staatsakt, ökumenisches Requiem und Großer Zapfenstreich“, so Walter Kohl.

Er finde die Diskussionen um Helmut Kohls Trauerfeier „unwürdig für meinen Vater, für Deutschland und für Europa“. Er bedauere die Entscheidung der Witwe Helmut Kohls, Maike Kohl-Richter, seinen Vater auf dem Friedhof am Dom zu Speyer beisetzen zu lassen, weil dessen politisches Lebenswerk dadurch von seiner ersten Frau Hannelore getrennt werde, sagte der Sohn des Altkanzlers.

„Er selbst hat immer betont, dass sein Lebenswerk ohne seine Frau Hannelore nicht möglich gewesen wäre.“ Walter Kohl sagte: „Hannelore Kohl darf nicht einfach weggekürzt werden.“ Er werde deshalb an der privaten Beisetzung in Speyer nicht teilnehmen. (BLZ)