Blumen am Unfallort in der Invalidenstraße in Berlin-Mitte.
Foto: Eric Richard / Berliner Zeitung

BerlinDie Ursache des tödlichen Unfalls auf der Invalidenstraße im September ist offenbar geklärt. Wie der rbb aus Ermittlerkreisen erfahren haben will, hatte der Fahrer nachweislich einen epileptischen Anfall. Aus diesem Grund erlitt er einen Krampf im Bein, was dazu führte, dass er das Gaspedal durchdrückte. Dies war kurz nach dem Unfall bereits vermutet worden.

Grund für SUV-Unfall: ein Krampfanfall

Die Staatsanwaltschaft sprach von einem Krampfanfall. Einen technischen Defekt am Auto schloss sie aus. Immer wieder wurde mitgeteilt, dass man keinen Einblick in die Akten habe. Sie unterliegen dem Beschlagnahmeverbot. Sie dürfen also nur herausgegeben werden, wenn der Patient den Arzt von der Schweigepflicht entbindet, hieß es. Das scheint nun geschehen zu sein.

Der Unfall, bei dem vier Menschen getötet wurden, ereignete sich am 6. September dieses Jahres. Ein Porsche SUV raste über den Gehweg und erfasste drei Erwachsene und ein Kind. Darunter eine 64 Jahre alte Frau und ihren drei Jahre alten Enkel. Die Mutter des Kindes sowie dessen Geschwister wurden Zeuge des Unfalls. Außerdem starben zwei Männer, die zufällig an der Kreuzung vorbei liefen. Sie verstarben am Unfallort noch bevor die Retter ihnen helfen konnte.

Die Polizei fand heraus, dass der Porsche mit einer Geschwindigkeit von 104 km/h unterwegs war. Nach dem Bericht des rbb prüft die Staatsanwaltschaft jetzt, ob der Fahrer sein Versagen hätte vorhersehen können und man ihm fahrlässige Tötung zum Vorwurf machen kann. Ermittlern zufolge nahm der Fahrer des SUV regelmäßig Medikamente ein.