Berlin - Der Pflegenotstand in den Krankenhäusern fördert ungewöhnliche Allianzen. Anfang des Jahres hatte sich die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ausgerechnet mit der Gewerkschaft Verdi und dem Deutschen Pflegerat zusammengetan, die sonst ihre schärfsten Kritiker sind. Ein gemeinsames Interesse haben sie aber: Sie wollen mehr Pflegekräfte. Um konkrete Verbesserungen zu erreichen, schlugen die drei Verbündeten die Wiedereinführung eines Instruments zur Personalbemessung vor: die Pflegepersonalregelung aus den 90er-Jahren, kurz PPR.

Jetzt haben sie weitere Unterstützer gefunden. Bevor sich der Gesundheitsausschuss des Bundestags am Mittwoch auf Antrag der Linksfraktion mit der PPR befasst, werben nicht nur die Betriebs- und Personalräte von fast sechzig deutschen Kliniken für ihre Einführung. Auch der Deutsche Städtetag hat sich dafür ausgesprochen. „Die Politik ist dringend aufgefordert, wirksame Maßnahmen zur Entlastung des Personals, aber auch zur Gewinnung von neuem zu ergreifen, um einer möglichen Versorgungskrise zu entgehen“, heißt es in einem Schreiben des kommunalen Spitzenverbands an den Gesundheitsausschuss, das der Berliner Zeitung vorliegt. „Eine bedarfsgerechte Personalbemessung sollte umgehend eingeführt werden.“

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.