Es ist Freitag, der 9. März 2012, 15.49 Uhr, als Roland Jahn einen großen kleinen Sieg erringt. Um 14.23 Uhr hat der Leiter der Stasi-Unterlagen-Behörde bei Tempo 150 auf der Autobahn zwischen Erfurt und Suhl übers Telefon bei seinen Leuten angefragt, wie viele Menschen zuletzt Einsicht in die Stasi-Akten Verstorbener beantragt haben. 86 Minuten später klingelt der Blackberry im Suhler Ringberghotel. Der Apparat in Berlin spuckt das Ergebnis aus. Jahn versenkt den Blackberry zufrieden in seiner schwarzen Jacke. Er hat den Beweis erbracht, dass der Satz „Am Freitag nach eins macht jeder seins“ in der Behörde nicht gilt.

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