Demonstration in der DDR, 1989
Foto: imago images / Lutz Sebastian

Berlin - Als ich mich vor nicht allzu langer Zeit mit einer Gruppe von Wissenschaftlern aus Südkorea unterhielt, fragte mich einer der Teilnehmer, was man aus der deutschen Vereinigung für Korea lernen könne. Eine reizvolle Frage, erlaubt sie doch einen kritischen Blick auf das Zusammengehen beider deutscher Staaten. Viel zu wenig haben wir den Prozess der Wiedervereinigung in seinen problematischen Wirkungen bis heute thematisiert. Man sonnte sich im Glück der Einheit. Alles erschien als Gunst der Stunde, alternativlos und von den dramatischen Ereignissen im Herbst 1989 geradezu erzwungen. Noch heute hört man es immer wieder: Es hätte so und nicht anders kommen müssen.

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