Berlin - Das Parlamentsgebäude war weiträumig abgesperrt, Bereitschaftspolizei stand im Bundestag und davor bereit. Bilder wie die vom August dieses Jahres, als wütende Demonstranten gegen die Corona-Maßnahmen die Stufen vor dem Reichstag erstürmten, sollten unbedingt vermieden werden, als am Mittwoch im Plenum die Abstimmung zum Infektionsschutzgesetz anstand.

Es schien, als habe sich die Bundestagsverwaltung auf einen Ansturm von außen vorbereitet. Was aber das Parlament am Tag nach der Abstimmung immer noch erschütterte, war ein Angriff von innen, einer, der weitaus unspektakulärer daherkam – und trotzdem eine ähnliche Wirkung hervorrief wie die Bilder von Polizisten im Gerangel mit Demonstranten und Wasserwerfern. Nötig war dazu nicht viel, lediglich Besucher, die sich nicht an die Bundestagshausordnung hielten, und gezückte Smartphones.

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