Mitten im Streik gegen das Rentensystem in Frankreich bekam eine Frau ihr Kind.
Foto: AFP/Philippe Lopez

ParisMitten im Pariser Streikchaos hat eine Frau an einem Bahnhof ein Kind zur Welt gebracht. Die hochschwangere Frau ließ sich von einem Bahnmitarbeiter nicht davon abhalten, in einen der wenigen verkehrenden Vorortzüge einzusteigen, wie die Bahngesellschaft SNCF am Mittwochabend mitteilte. Ihre Fruchtblase sei dann auf der Fahrt geplatzt, sodass der Zug in einem Bahnhof südlich von Paris einen längeren Halt einlegen musste.

Die Frau gebar dort ihr Kind, umgeben von den Bahnangestellten. Danach brachten Feuerwehrleute Mutter und Kind in ein Krankenhaus.

Die Geburt sorgte für einen Moment vorweihnachtlichen Innehaltens in der Streikhektik: Die Zugreisenden hätten den unfreiwilligen Halt von 40 Minuten Dauer mit großem Bürgersinn aufgenommen, betonte die Bahngesellschaft. Die Vorortbahn sei nicht überfüllt gewesen, da sie außerhalb der Stoßzeit verkehrte.

Mutter und Kind sind wohlauf, betonte ein Sprecher der SNCF. Die Bahngesellschaft versuche nun, die beiden wiederzufinden. Wir haben einen neuen Kunden, wir möchten ihn gerne willkommen heißen, sagte der Sprecher.