Berlin - Es ist nicht lange her, da bot sich den Prüfern oft ein schlimmes Bild: Wenn die Experten des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) unangemeldet in einem Pflegeheim auftauchten, sahen sie immer wieder Bewohner, die wund gelegen waren, zu wenig aßen und tranken oder ohne rechtliche Grundlage mit Gittern oder Gurten im Bett festgehalten wurden. Noch immer gibt es diese Missstände. Doch der neueste Bericht der Prüfer – der mittlerweile vierte dieser Art– zeigt, dass sich die Situation in den Heimen und bei den ambulanten Pflegediensten in den vergangenen Jahren immer mehr verbessert hat.

Das zeigt sich unter anderem an den sogenannten „freiheitseinschränkenden Maßnahmen“. Während in der vorigen Prüfperiode 2009/2010 noch rund 140 000 Heimbewohner (20 Prozent) durch Bettgitter, Gurte oder geschlossene Türen in ihrer Bewegungsfreiheit behindert wurden, sank die Zahl 2013 auf rund 90 000 (12,5 Prozent). Das ist zwar immer noch ein Wert, den Kritiker für viel zu hoch halten. Häufig sind es allerdings gerade Familienmitglieder, die ihre Angehörigen durch Bettgitter vor Stürzen bewahren wollen. Die gesunkene Zahl der Freiheitseinschränkungen deutet nun darauf hin, dass immer mehr Heime auch andere Schutzmöglichkeiten anbieten, zum Beispiel flachere Betten.

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