Manchen Menschen passieren wirklich dumme Dinge. Ein Rechtsanwalt wollte einmal die Stabilität einer Fensterscheibe im 24. Stock eines Hochhauses demonstrieren. Er nahm Anlauf und rannte dagegen. Das Fenster gab nach, zerbrach, und der Rechtsanwalt stürzte aus dem Hochhaus. Ein anderer Mann verschickte eine Briefbombe, klebte aber ein zu geringes Porto auf den Umschlag, der Brief kam zurück, er öffnete ihn – tot.

Solche Geschichten sind selten, aber wenn sie passieren, dann hauptsächlich einer Gruppe von Menschen: den Männern.

John Dudley Isaacs vom Institute of Cellular Medicine in Newcastle konnte das in einer Studie belegen, die aktuell im British Medical Journal erschienen ist. Sein Fazit: Männer sind Idioten und tun idiotische Dinge.

Der Mediziner sah sich sämtliche Träger des Darwin-Preises an, eine satirische Auszeichnung, die seit 1995 posthum an Menschen vergeben wird, die auf besonders dumme Weise aus dem Leben geschieden sind – darunter der Rechtsanwalt, der durchs Fenster sprang, und der Briefbomben-Selbstmörder. 282 von ihnen waren Männer, nur 36 Frauen.

"Staying Alive" während der OP

Der Unterschied sei statistisch hoch signifikant, schreibt Isaacs. Seine Ergebnisse deckten sich außerdem mit anderen bereits bekannten Fakten: Zum Beispiel, dass Männer höhere Risikobereitschaft zeigen, häufiger bei Unfällen sterben und wegen Unfällen in Notaufnahmen eingeliefert werden als Frauen.

Im British Medical Journal erscheinen normalerweise neue medizinische Studien. In der Weihnachtsausgabe dürfen sich die Mediziner etwas lockereren Themen widmen. Die Herausgeber betonen jedoch, dass es sich trotzdem um echte wissenschaftliche Arbeiten handle. In der selben Ausgabe wird auch enthüllt, welche Musik Chirurgen am liebsten bei Operationen hören. Die drei beliebtesten Songs sind: „Staying Alive“ (Bee Gees), „Smooth Operator“ (Sade) und „Wake Me Up Before You Go-Go“ (Wham).