In der britischen Kleinstadt Scunthorpe hat eine Frau es für die Geburt ihres Kindes nicht bis in den Kreissaal geschafft. Schon beim Betreten der Klinik ist vorbei, was andere Mütter manchmal stundenlang quält: Jessica Stubbins bekommt ihr Kind in weniger als einer Minute.

In einer Sendung des englischen Frühstücksfernsehens „Good Morning Britain“ erzählt sie zusammen mit ihrem Mann Tom, wie sie die Geburt erlebt hat. „Es gab keinen Weg, sie zurückzuhalten, es blieb noch nicht einmal Zeit, sich hinzuhocken."

Ehemann musste Wagen noch parken

Auf den Bildern der Überwachungskamera ist zu sehen, wie sie die Klinik betritt, im Foyer innehält und sich an der Wand abstützt. Kurze Zeit später beugt sie sich nach vorne und fängt das Baby auf. Ehemann Tom kommt erst einige Augenblicke später an. Er musste noch den Wagen parken, nachdem er seine Frau schnell am Eingang raus gelassen hatte. Seine Frau habe ihm zugerufen: „Es ist ein Mädchen! Es ist ein Mädchen! Es tut mir leid, es tut mir leid," erzählt er im Interview.

Sie habe wohl ein schlechtes Gewissen gehabt, meint er. Er selbst habe gar nicht gewusst, wie ihm geschehe und sei absolut geschockt gewesen.

Das Krankenhauspersonal kam Jessica Stubbins sofort zur Hilfe. Und es ist alles gut gegangen: Lucy ist ein gesundes und munteres Mädchen. (chs)