Moskau/Damaskus - Dienstag, 6. Januar 2020. Die Abfangjäger der russischen Luftwaffe, die das Passagierflugzeug links und rechts seit dem Eintritt in den syrischen Luftraum eskortieren, sind eine Schutzmaßnahme für die hochrangige Delegation, die auf dem Weg nach Damaskus ist. Wladimir Putin und Sergei Shoigu, der russische Verteidigungsminister, haben sich an diesem Morgen des russischen Weihnachtsfests auf den Weg gemacht, um mit dem syrischen Staatspräsidenten Baschar al-Assad vor Ort die Lage in dem Bürgerkriegsland zu erörtern. Um den Flug so lange wie möglich geheim zu halten, hat die Sicherheitstruppe des Präsidenten vor dem Abflug in der russischen Hauptstadt alle Handys der kleinen Delegation eingesammelt und stillgelegt.

Wladimir Putin hatte mich am Abend zuvor nach dem traditionellen Weihnachtsgottesdienst in St. Petersburg kurzfristig eingeladen, ihn zu begleiten. Am Flughafen in Damaskus wartet ein Dutzend schwarzer SUVs, die den Besuch im Eiltempo über abgesperrte Straßen und an den zerschossenen Häusern der Vorstädte vorbei in die Innenstadt fahren, die von den Spuren des Krieges verschont blieb. In der Kommandozentrale des russischen Militärs in der Innenstadt von Damaskus wartet Baschar al-Assad auf die Gäste aus Moskau.

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