Eine einflussreiche Rebellengruppe in Syrien hat die von Russland und den USA erzielte Vereinbarung über eine ab Montag geltende Waffenruhe abgelehnt. Diese würde lediglich die Regierung in Damaskus stärken und das Leiden der Menschen erhöhen, erklärte die islamistische Gruppe Ahrar al-Scham am Sonntagabend.

Es ist die erste Rebellengruppe, die offiziell auf die Vereinbarung über die Waffenruhe eingeht.

Syrische Regierung billigte Waffenruhe

Am Montagabend (18.00 Uhr MESZ) soll in Syrien die von den USA und Russland ausgehandelte Waffenruhe in Kraft treten. Sie soll zunächst für 48 Stunden gelten und könnte dann verlängert werden. Die syrische Regierung billigte die Waffenruhe.

Die Waffenruhe gilt nicht für den Kampf gegen Dschihadisten. Die Vereinbarung sieht vor, dass sich die syrischen Regierungstruppen rund um die umkämpfte Großstadt Aleppo zurückziehen und humanitären Helfern Zugang gewähren. Russland muss die Regierungstruppen davon überzeugen, die Rebellengebiete nicht länger zu bombardieren.

Im Gegenzug müssen die USA die mit ihnen verbündeten Rebellengruppen dazu bringen, nicht mehr mit der islamistischen Fateh-al-Scham-Front zu kooperieren. Hält die Waffenruhe eine Woche lang, wollen die USA und Russland ihren Kampf gegen Dschihadisten in Syrien koordinieren. (afp)