Berlin - Die Lage für die Kinder ist schlimmer als je zuvor. Das ist das Fazit des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (Unicef), nach einem Jahrzehnt Krieg in Syrien. Rund 12.000 Kinder wurden laut Unicef seit Beginn des Krieges getötet oder verletzt. 2020 starben 511 Mädchen und Jungen, 699 wurden verletzt. Mehr als 500.000 syrische Kinder unter fünf Jahren litten an Mangelernährung, sagte Ted Chaiban, Unicef-Regionaldirektor für den Mittleren Osten und Nordafrika, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Bundesentwicklungsministerium. Fast 90 Prozent der syrischen Kinder seien inzwischen auf humanitäre Hilfe angewiesen.

„Fünf Millionen Kinder sind in den letzten zehn Jahren in Syrien zur Welt gekommen, sagte der Geschäftsführer von Unicef Deutschland, Christian Schneider. „Das sind Kinder, die nichts anderes kennen als Krieg.“ Der Syrienkrieg sei damit auch eine der „schlimmsten Bildungskatastrophen in der jüngeren Geschichte“: Fast 2,5 Million Kinder in Syrien und 750.000 geflüchtete Mädchen und Jungen in den Nachbarländern können derzeit keine Schule besuchen.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.