Das von der syrisch-arabischen Nachrichtenagentur zur Verfügung gestellte Bild zeigt einen Sicherheitsbeamten mit Mundschutz, der während der Ausgangssperre zur Eindämmung einer Ausbreitung des Coronavirus an einer Straßensperre steht.
Foto:  dpa

Berlin - Der am Donnerstag vor dem Oberlandesgericht Koblenz beginnende Prozess gegen zwei Mitarbeiter des syrischen Geheimdienstes ist auch die Geschichte einer Täuschung. Der ehemalige Offizier Anwar R. war Ende 2012 desertiert und zwei Jahre später als Flüchtling in die Bundesrepublik gekommen, wo er sich der Exil-Opposition anschloss. In einem Ermittlungsverfahren gegen einen syrischen Luftwaffengeneral hatte R. als Zeuge umfangreich ausgesagt – unter anderem auch über die von ihm geleitete Einheit 251 im syrischen Geheimdienst und die dort begangenen Folterverbrechen. Offenbar hatte der 57-Jährige nicht damit gerechnet, dass ihm dieses Geständnis vor einem deutschen Gericht zur Last gelegt würde.

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