Täter festgenommen: Geiselnahme in Paris unblutig beendet

Paris - Eine Geiselnahme in einem Postamt in einer Pariser Vorstadt ist unblutig zu Ende gegangen. Nach Angaben aus Polizeikreisen wurde der Geiselnehmer am Freitagnachmittag festgenommen. Der bewaffnete Mann hatte sich zuvor mit zwei Geiseln im Postamt von Colombes nordwestlich von Paris verschanzt. Die Geiseln konnten den Polizeikreisen zufolge befreit werden, es gab keine Verletzten.

Die Polizei hatte einen Zusammenhang mit den islamistischen Anschlägen in und um Paris in der vergangenen Woche eher ausgeschlossen. Der Täter ist wegen gewöhnlicher Delikte polizeibekannt und soll am Telefon „zusammenhanglos“ mit den Beamten gesprochen haben. Der Mann hatte behauptet, mit einer Kalaschnikow und Granaten bewaffnet zu sein.

Ein Mann hat in einem Vorort von Paris ein Postamt gestürmt und zwei Menschen als Geiseln genommen. Der Bewaffnete verbarrikadierte sich am Freitag nach den ersten Angaben der Polizei in dem Postbüro von Colombes, etwa zehn Kilometer nordwestlich von Paris.

Der Mann handelte allein, ergaben erste Überprüfungen. „Fünf Personen konnten durch den Hinterausgang fliehen“, berichtete die Polizei nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP. Über dem Postamt kreiste ein Helikopter des Zivilschutzes, die Umgebung wurde abgeriegelt.

Nach nicht bestätigten Angaben des Fernsehsenders BFMTV soll es bei der Tat keinen terroristischen Zusammenhang geben. Zu dem islamistischen Terror der vergangenen Woche in Paris gehörte auch eine Geiselnahme in einem koscheren Lebensmittelladen. (dpa, afp)